Generalvikar Michael Fuchs zeigte sich in einer ersten Reaktion betroffen: „Ich bedaure zutiefst, dass ein Geistlicher unserer Diözese seinem Auftrag in dieser Weise zuwider gehandelt haben soll. Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Mädchen und ihren Familien“. Mitte April hatte er den Pfarrer einer Pfarrei im Landkreis Tirschenreuth nach Bekanntwerden des Missbrauchsvorwurfs umgehend beurlaubt und die Staatsanwaltschaft verständigt sowie zusammen mit der Missbrauchsbeauftragten Dr. Birgit Böhm und dem Personalreferenten Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen den pfarrlichen Gremien und den Eltern die Situation erläutert.
Verantwortliche der Diözese werden nach Ablauf der Einspruchsfrist mit Gremien und Betroffenen vor Ort über die Aufarbeitung des Geschehens sprechen. Ihre Sorge gilt dabei den geschädigten Kindern und ihren Familien.
Nach Abschluss des staatlichen Strafverfahrens wird August M. nicht mehr in der Pfarrseelsorge oder in anderen Bereichen eingesetzt, wo er mit Kindern zusammenträfe. Die kirchenrechtlichen Folgen sind in einem eigenen kirchlichen Verfahren zu klären. Ein fachärztliches Gutachten soll Aufschluss über die Hintergründe der Taten und über mögliche Hilfen für den Täter geben.
Für die Zwischenzeit übernahm in Erbendorf Ruhestandspfarrer Johann Götz die Pfarrverantwortung. Ab 1. September wird Martin Besold (31) als Seelsorger den Dienst in der Pfarrei beginnen. Dies wurde der Pfarrei am vergangenen Wochenende in den Gottesdiensten mitgeteilt. Martin Besold war bislang als Kaplan in der Pfarrei Cham-St. Jakob tätig.
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