REGENSBURG – In einer Erklärung weist das Bistum Regensburg die aktuellen Meldungen des SPIEGEL als Falschbehauptungen zurück.
Die Erklärung der Bischöflichen Pressestelle lautet:
"Der Spiegel schreibt am 17.09.07 "Schweigen gegen Geld" über die Vorgänge in Viechtach im Jahre 1999: "Massiv sind die Vorwürfe gegen den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller. Dem SPIEGEL liegen Dokumente vor, die belegen, dass sein Ordinariat (...) versucht hat, Kindesmissbrauch zu vertuschen: Schweigen sollte mit Geld erkauft werden."
Dies ist falsch. Richtig ist, dass auf ausdrücklichen Wunsch der anwaltschaftlich beratenen Eltern und zum Wohl der Kinder im Jahre 1999 Stillschweigen vereinbart wurde. Außerdem verpflichtete sich der Täter, an die Kinder Schmerzensgeld zu zahlen. Eine kausale Verknüpfung gab und gibt es nicht. Das Ordinariat hat nur die Therapie-Kosten für die Kinder zunächst übernommen, die später von dem Priester an das Ordinariat rückgezahlt wurden. Eine Verknüpfung der Angelegenheit mit Bischof Gerhard Ludwig Müller ist abwegig, da er erst seit November 2002 Bischof von Regensburg ist.
Der Spiegel schreibt am 17.09.07: "Und in Riekofen ahnte niemand, woher der neue Geistliche kam. Denn das Bistum hatte die Zeit in Viechtach sorgfältig aus dessen Vita im Pfarrbrief entfernt."
Diese Darstellung ist falsch. Im Personalverzeichnis des Bistums Regensburg, welches an jeden Geistlichen versandt wird, ist der Einsatz als Kaplan in Viechtach angegeben. Das Bistum verfasst keine Pfarrbriefe. Jede Pfarrei gibt diese eigenverantwortlich heraus.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 12.09.2007: "Am Dienstagabend trat die Ordinariatskonferenz zusammen: der Missbrauchs-Fall wurde noch nicht einmal angesprochen."
Am Dienstagabend fand gar keine Sitzung der Ordinariatskonferenz statt. Bei der Sitzung am Dienstagvormittag wurde das Thema nicht angesprochen, ausführlich jedoch auf der Folgesitzung am Donnerstagmorgen später.
Der Spiegel zieht in seinem Artikel vom 17.09.2007 ein Fazit: "Dabei hat der sanfte Umgang mit Kinderschändern unter Müllers Ägide System."
Das Bistum weist diese infame Unterstellung mit Entschiedenheit zurück. Das Gegenteil ist der Fall: In solchen Situationen werden im Bistum Regensburg streng alle kirchenrechtlichen und bürgerlich-strafrechtlichen Bedingungen eingehalten. Kindermissbrauch steht in einem schreienden Widerspruch zum priesterlichen Dienst. “
- Quelle: Bistum Regensburg
- 17.09.07 - Artikel empfehlen ...

