Die Diözese Regensburg begrüßt die jüngsten Äußerungen Papst Benedikts XVI. zum Umgang der Kirche mit pädophilen Priestern. "Bischof Gerhard Ludwig Müller hat im vorigen Herbst mehrfach geäußert, bei pädophilen Priestern und kirchlichen Mitarbeitern in der Diözese das Prinzip der 'Null-Toleranz' anzuwenden", erläuterte Generalvikar Michael Fuchs. Damit liege die Diözese auf Linie des Papstes und werde gegebenenfalls mit aller Entschiedenheit gegen Verstöße vorgehen. "Solche Übergriffe sind eine Schande und widersprechen zutiefst dem priesterlichen Grundverständnis," versichert Fuchs.
Im Fall Peter K. wussten allerdings die Verantwortlichen der Diözese nichts über die Pädophilie des Geistlichen. Ein vom Gericht akzeptierter Therapeut hatte 2003 eine Pädophilie ausgeschlossen und dem Geistlichen eine “einmalige Rückentwicklung” bescheinigt. Gegen einen Wiedereinsatz in der Pastoral sah er “keinerlei Bedenken”. Gegenteilige Einschätzungen oder Gutachten lagen der Diözese nicht vor.
Auch die Justiz hatte dem in 2000 verurteilten Peter K. nach der Bewährungszeit ohne Bewährungshelfer wegen Erfüllung aller Auflagen in 2003 alle Strafen erlassen und keine Einschränkungen für den Einsatz in der allgemeinen Pfarrseelsorge vorgesehen.
Bei der Gerichtsverhandlung gegen Peter K. am 13. März 2008 versicherte der Gerichtsgutachter Dr. Bernd Ottermann öffentlich, dass dem Bischof von Regensburg zu keiner Zeit ein Versäumnis anzulasten sei.
– Quelle: Bistum Regensburg
- 16.04.08 - Artikel empfehlen ...

