
Allerdings nehme dieser Dienst keine „Anleihen an heidnischen Kultdiensten“, wie öfter behauptet werde, so der Bischof. Vielmehr werde der Priester geweiht, um Christus als den König und Hohenpriester zu verkündigen. „Priesterlicher Dienst ist in einem umfassenden Sinne vor allem der Dienst der Versöhnung mit Christus“, sagte der Bischof weiter. In Gegenwart einer Reliquie des heiligen Johannes Maria Vianney erklärte Bischof Gerhard Ludwig, am Pfarrer von Ars sei ablesbar, worum es bei dem Priester geht. In einer noch stärker als heute säkularisierten Situation nach der Französischen Revolution habe er die ganze damals „tote Gemeinde“ seiner Pfarrei auf die gute Weide des Wortes und der Gnade Gottes geführt. Seine Qualitäten seien vor allem Ausdauer, Demut und Einfachheit gewesen. Der Bischof sprach sich dagegen aus, den Dienst des Priesters idealistisch zu überhöhen und somit in menschlicher Hinsicht unerfüllbar zu machen. Auf der anderen Seite sprach er sich aber genauso gegen Abschätzigkeit und Häme aus, mit der öfter über Priester gesprochen wird, die einen Fehler begangen haben. „Als Bischof möchte ich euch danken für den Dienst, den ihr geleistet habt und leistet, aber nicht nur im Sinne einer Höflichkeitsbezeugung, sondern im Zusammenhang mit dem eucharistischen Dankopfer, das in Liebe dargebracht wird“, sagte Bischof Gerhard Ludwig. Abschließend erklärte der Bischof: „Wir wollen erneut die Netze auswerfen, wie Jesus Christus es uns gesagt hat.“
- Quelle: Bistum Regensburg
- 7.07.09 - Artikel empfehlen ...

