Außerdem werde zunächst einmal die diesjährige Sitzung des Welterbekomitees Ende Juni im spanischen Sevilla abgewartet, da dort das Konzept zur weiteren Vorgehensweise vorgestellt wird. Es wurde die Aussage getroffen, dass die Stadtverwaltung auf jeden Fall ihre weiteren Schritte mit der
UNESCO abstimmen werde. Daher basieren auch die Behauptungen zu Rampenlängen und Rampenhöhen allenfalls auf früheren Testentwürfen, die jedoch längst nicht mehr die aktuellen Planungsvorgaben widerspiegeln.
Erst nach Ablauf der Einreichungsfrist und mit Hilfe der Wettbewerbsergebnisse soll
eine qualifizierte Diskussion über städtebauliche, denkmalpflegerische und über
umweltschonende Aspekte geführt werden. Verständlicherweise befassen sich
Donauanlieger mit dem Thema “Westtrasse” bzw. “Osttrasse”.
Bei dieser Baumaßnahme geht es allerdings laut städtischer Verwaltung um sehr viel mehr: Es gehe um eine zukunftsweisende Entwicklungsfähigkeit der Altstadt im gesamtstädtischen Gefüge und um eine möglichst gute Versorgung aller Stadtgebiete mit den Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs.
Auch sei die Aussage, dass die Bürgertrasse von der Stadtverwaltung nicht ausreichend geprüft wurde, nicht korrekt. Die Untersuchungen zur sogenannten
Liniennetzalternative hätten sehr gründlich alle Aspekte aufgearbeitet, die für und
gegen unterschiedliche Linienkonzeptionen sprechen. Dabei wurde auch ein Vorschlag der Bürgerinitiative im Detail durchgerechnet und der nachträglich eingereichte Vorschlag damit verglichen.
Nach der Gesamtberechnung seien die Gutachter jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bürgertrasse kein tragfähiges Alternativkonzept darstelle. Insbesondere zeige die Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, dass langfristig wesentlich höhere Aufwendungen erforderlich wären, als bei einem Brückenbau – und dabei trotzdem das heutige Versorgungsniveau erreicht werden könne, ohne Verbesserungsmöglichkeiten für das innerstädtische Netz.
Natürlich stehe es den Donauanliegern frei, sich zu Spaziergängen mit besonderen
Themen zu treffen. Die Stadt Regensburg hält es jedoch für unseriös, wenn sich diese Veranstaltungen auf spekulative Rahmeninformationen und Vermutungen stützen.
Die Stadt werde zum Thema “Ersatztrasse” ausführliche Diskussionsmaterialien
liefern, damit die Bürgerinnen und Bürger sachgerecht informiert werden können und der Stadtrat eine abgewogene Entscheidung treffen kann – aber natürlich erst dann, wenn konkrete Informationen in Form von Wettbewerbsunterlagen vorliegen.
- Quelle: Stadt Regensburg
- 10.06.09 - Artikel empfehlen ...

