In der Oberpfalz ist ein Anstieg von rund 20 Prozent in den letzten vier Jahren zu verzeichnen. Am höchsten unter den bayerischen Regierungsbezirken ist er in Niederbayern mit 42 Prozent. In Unterfranken dagegen stagnierte die Zahl der Betroffenen.
Die Leiterin der TK-Kundenberatung in Regensburg Birgit Lehner plädierte dafür, die Aufklärung rund um das Thema Alkohol als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen. “Jeder kann dazu beitragen, dass unsere Jugend erkennt: Es ist cool ist, keinen Alkohol zu trinken”, so Birgit Lehner. Sie kritisierte außerdem, dass manche Alkoholhersteller den Konsum von alkoholischen Getränken im Rahmen ihrer Werbemaßnahmen verharmlosen. Außerdem würden zahlreiche Betroffene die Gefahr einer Alkoholvergiftung unterschätzen: 2009 verließ jeder zehnte jugendliche Patient das Krankenhaus entgegen des ärztlichen Rates.
Die TK bezieht sich auf Daten der Ersatzkassen, bei denen in Bayern über drei Millionen Menschen versichert sind. Zwischen 2006 und 2009 ist die Zahl der Ersatzkassenversicherten im Freistaat um insgesamt 6,6 Prozent gewachsen.
Wegen Alkoholvergiftungen von Jugendlichen zwischen zehn und 19 Jahren, gaben die bayerischen Ersatzkassen letztes Jahr über 700.000 Euro aus.
Krankenhausfälle 2009 in der Oberpfalz laut Ersatzkassenstatistik,
Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren (in Klammern 2006):
Raum Regensburg 41 (25)
Raum Amberg-Sulzbach: 14 (12);
Cham: 8 (6);
Neumarkt/Opf.: 2 (9);
Schwandorf: 12 (10);
Weiden, Neustadt/Waldnaab und Tirschenreuth: 31 (28)
Krankenhausfälle in den Regierungsbezirken laut Ersatzkassenstatistik (Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren):
|
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2006 |
2009 |
|
Niederbayern |
79 |
112 |
|
Oberbayern |
355 |
483 |
|
Schwaben |
155 |
190 |
|
Oberpfalz |
90 |
108 |
|
Oberfranken |
77 |
92 |
|
Mittelfranken |
171 |
202 |
|
Unterfranken |
139 |
139 |
- 13.04.10 - Artikel empfehlen ...

