Um 11.22 Uhr jedoch sah sie keinen Ausweg mehr und meldete sich telefonisch bei der Polizeieinsatzzentrale Oberpfalz in Regensburg. „Ich bin mitten im Wald stecken geblieben, ich weiß nicht, wo ich bin “, war der erste Satz der nun hilflosen Frau. „Ich wollte von Amberg Richtung Hohenburg fahren und bin den Anweisungen des Navi gefolgt. Dabei bin ich auch einen Forstweg gefahren und stecke nun fest.“
Der Beamte in der Einsatzzentrale wirkte zunächst beruhigend auf die junge Dame ein und erklärte ihr per Telefon, wie sie die momentanen Geodaten in ihrem Navigationsgerät finden könnte. Mit Erfolg! Die glücklose Autofahrerin übermittelte die relevanten Koordinaten, die dann in das Einsatzleitsystem der Polizeieinsatzzentrale eingegeben wurden. Der EZ-Beamte erhielt sofort auf seinem Bildschirm eine Landkarte mit dem genauen Standort der Anruferin, der mit „Verbindungsweg zwischen Darsberg und Allershofen“ angezeigt wurde.
Die eingesetzte Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Amberg musste dann jedoch an die Einsatzzentrale melden: „Der Weg ist weder von Darsberg noch von Allershofen aus befahrbar“. Was mit dem Streifenwagen nicht möglich war, hatte offensichtlich die 26-jährige Autofahrerin geschafft – zumindest ein Stück weit.
Helfer in der Not war dann die verständigte Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim. Die hilfsbereiten Wehrmänner zögerten nicht lange: Ein Feuerwehrler holte seinen Allrad-Traktor von zuhause, mit dem man sich auf den tief verschneiten Forstweg wagte, auf dem die Dame immerhin mindestens einen Kilometer zurückgelegt hatte. Mit dem Traktor gelang es schließlich, den Pkw auf sicheres Terrain zu ziehen und die Frau aus ihrer misslichen Lage zu befreien.
- 27.02.10 - Artikel empfehlen ...

