Vorab gilt es jedoch klarzustellen, dass Freude und Euphorie der Fans aller Nationalitäten im Vordergrund stehen sollen und die Polizei bei der Beobachtung des Verkehrsgeschehens im öffentlichen Raum mit Sensibilität und einer dem Anlass angemessenen Einschreitschwelle agieren wird.
Nachdem es leider immer wieder „Ausreißer“ bei diesen von Enthusiasmus und Losgelassenheit geprägten Autokorsos in Form von Ordnungswidrigkeiten, Straftaten oder gar verletzten Personen gibt sei gesagt, dass die Beeinträchtigung Dritter auf ein zumutbares Maß minimiert sein muss. Darauf zielt die lageangepasste polizeiliche Präsenz hin – rechtsfreie Räume werden dabei selbstverständlich nicht geduldet. Dies beginnt schon bei nächtlichen, lang anhaltenden Hupkonzerten.
Die folgenden Verhaltensregeln, an die Teilnehmer der Autokorsos gerichtet, sollen eine Selbst- bzw. Fremdgefährdung verhindern.
Dazu gehört das Sitzen auf Fahrzeugdächern und Motorhauben sowie das Stehen in Cabriolets oder auf Ladeflächen von Fahrzeugen. Ein Zufahren auf einzelne Personen oder Personengruppen hat natürlich genauso zu unterbleiben wie das Hinauslehnen aus den Seitenfenstern oder dem Schiebedach. Natürlich hat der Sicherheitsgurt angelegt zu sein.
Bereiche, in denen Fußgängerverkehr herrscht, sind von den spontanen Autokorsos zu meiden. Zu meiden ist speziell für den Fahrer Alkoholkonsum, vor und während der Fahrt. Mitgeführte Flaschen sind keine Wurfgeschosse. Auch beim Schwenken mit Fahnenstangen ist entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Der Autokorso ist kein Freibrief für Rotlichtverstöße, auch daran sei erinnert.
Während der Fußball-WM 2006 und der EM 2008 gab es im Stadtgebiet von Regensburg eine Vielzahl von Autokorsos wobei auch Verletzte zu beklagen waren. Schläge mit Fahnenstangen, geworfene Flaschen aber auch alkoholisierte Fußgänger die auf Grund ihres Fehlverhaltens mit Fahrzeugen kollidierten waren dabei zu verzeichnen.
Nicht unerwähnt bleiben soll hier aber auch der Appell an die Passanten entlang der Straßen und Plätze. Auch von ihnen erwartet die Polizei ein adäquat diszipliniertes Verhalten im Umgang miteinander.
Für alle Fans des Fußballs und somit auch für eine Vielzahl der eingesetzten Polizeikräfte ist es wichtig, dass die Freude nach gewonnenen Spielen, egal welcher Mannschaften und Nationalität, nach außen getragen werden darf. Außer Acht gelassen wird hierbei keinesfalls die Wahrung der Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer.
- 11.06.10 - Artikel empfehlen ...

