250.000 Wähler haben sich in den vergangenen sechs Wochen auf kandidatenwatch.de ein genaues Bild von den Kandidaten gemacht und insgesamt 1.272 Fragen gestellt. Mehr als zwei Drittel davon wurden von den Bewerbern um einen der 99 deutschen Sitze im Europaparlament inzwischen beantwortet, mit stark steigender Tendenz, je näher der Wahltag rückt.
Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten führt Lothar Bisky (Linke) mit 15 Antworten auf 17 Fragen die Rangliste an, gefolgt von Reinhard Bütikofer (Gürne, 13 / 14), Silvana Koch-Mehrin (FDP, 12 / 23), Markus Ferber (CSU, 11 / 12) und Martin Schulz (SPD, 8 / 14). Einzig CDU-Spitzenkandidat Hans-Gert Pöttering blieb auf kandidatenwatch.de bislang stumm: Acht Wähler warten derzeit darauf, dass der Präsident des Euopaparlaments ihre Fragen beantwortet.
Zwar sind es erwartungsgemäß die Vertreter der renommierten Parteien, die im Mittelpunkt des Interesses stehen, doch finden sich unter den Politikern mit den meisten Fragen auch Kandidaten von exotischen Parteien mit Namen wie "Volksabstimmung", "Piraten" oder "Newropeans". Sie stellen sich bei kandidatenwatch.de den Fragen der Wähler auf gleicher Augenhöhe mit den Kandidaten von CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke.
Im Mittelpunkt des Interesses steht der Themenkomplex Bürgerrechte, Datenschutz und politische Teilhabe, zu dem bislang 371 Fragen und 265 Antworten eingegangen sind. Es folgen die Bereiche Agrarpolitik (108 / 66) und Sozialpolitik (99 / 75).
Die deutschen Kandidaten für das Europaparlament sind nicht die einzigen, die sich den kritischen Wählerfragen stellen müssen. Den Online-Dialog gibt es nach dem gleichen Prinzip auch für Österreich (www.meinparlament.at), Irland (www.candidatewatch.ie) und Luxemburg (www.politikerwatch.lu). Koordiniert wird das transeuropäische Projekt von dem kandidatenwatch.de-Team in Hamburg.
Noch bis diesen Samstag, 18 Uhr, können die Wähler in Deutschland ihre Kandidaten auf www.kandidatenwatch.de befragen. Dass Wahlversprechen nach der Wahl nicht in Vergessenheit geraten, dafür sorgt das kandidatenwatch.de-Archiv, in dem alle Fragen und Antworten abgelegt werden. Für die gewählten 99 deutschen Abgeordneten geht der Online-Dialog nach dem Wahltag weiter: Nach Zusammentritt des neuen EU-Parlaments können sie über das Schwesterportal abgeordnetenwatch.de befragt werden.
- 4.06.09 - Artikel empfehlen ...

