Glücklicherweise gebe es eine Vielzahl von Einrichtungen. “Weniger im Rampenlicht stehen diejenigen, die Familien und Kindern helfen, die in schwierige Situationen oder Not geraten sind”, sagt Merkel. Mit ihrer Einladung ins Kanzleramt wolle sie zeigen, “dass wir die Arbeit dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Gesellschaft nicht nur als unverzichtbar ansehen, sondern auch überaus schätzen.” Sie wisse, wie viel Einsatz notwendig sei, um in Not geratenen Familien wirklich gerecht zu werden.
“Natürlich wissen wir, dass zuallererst das Aufwachsen eines Kindes in der Familie stattfindet, dass Eltern ihren Kindern Liebe und Zuwendung zuteil werden lassen und dass dabei Werte vermittelt werden, die kein anderer so gut vermitteln kann”, betont Merkel. Aber man dürfe die Augen nicht vor der Realität verschließen. Es gebe mehr Familien, “als uns recht sein kann”, in denen Kinder vernachlässigt würden oder sogar Gewalt ausgesetzt seien.
Überforderten Eltern müsse man Mut machen, sich an diejenigen zu wenden, die Hilfe leisten könnten. “Dazu brauchen wir ein gut ausgebautes System von Einrichtungen, an die man sich wenden kann”, sagt Merkel.
Vieles sei dafür getan, und mit der Stärkung der frühkindlichen Betreuung sowie der Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern habe auch die Bundesregierung Beiträge dazu geleistet. “Aber”, so Merkel, “es kommt ganz zum Schluss immer auf die menschliche Zuwendung an, und die kann jeder Einzelne, der in der Kinder- und Jugendhilfe tätig ist, geben.”
Sie wolle deutlich machen, “wie viel Gutes, wie viel Wichtiges und Unerlässliches in unserer Gesellschaft geschieht”, erklärt die Bundeskanzlerin. Möglichst jedes Kind müsse sagen können: “Ich bin die Zukunft unserer Landes”, und eine glückliche Kindheit verleben können.
Hinweis: Der Video-Podcast ist unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar.
- Quelle: Bundesregierung
- 26.04.09 - Artikel empfehlen ...

