Am Dienstag nimmt Merkel an der Grundsteinlegung für ein neues Werk der „ersol Solar Energy AG“ in Arnstadt (Thüringen) teil.
Die Grundsteinlegung finde in einer Zeit statt, in der es wichtig sei, “nicht die Investitionen in die Zukunft zu vergessen, sondern uns auf die Zeit nach der internationalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise vorzubereiten”, so Merkel.
Bundesregierung und Bundestag hätten die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energien verbessert. Im Rahmen der EU habe sich Deutschland verpflichtet, 2020 18 Prozent der Gesamtenergie in Form von erneuerbaren Energien zu erzeugen. “Heute hat Deutschland bereits einen Anteil von 15 Prozent bei erneuerbaren Energien im Bereich der Stromerzeugung und von 7,5 Prozent im Bereich der Wärmeerzeugung. Wir müssen hier also an vielen Stellen noch zulegen”, erklärt Merkel.
Die Bundeskanzlerin weiter: “Wir werden an diesen ehrgeizigen Zielen nicht nur festhalten, weil wir unsere Klimaziele erreichen wollen, sondern wir sind auch überzeugt, dass wir Schritt für Schritt fossile Energieträger bei der Erzeugung von Energie ersetzen müssen.” Die Preise dafür seien “nicht berechenbar”, deshalb sei es wichtig, in Zukunft “ein möglichst unterschiedliches Angebot an Energieträgern” zu haben.
Außerdem sei es wichtig, Solartechnik nicht nur für den heimischen Markt zu produzieren, sondern auch den Export zu steigern, sagt Merkel. “Wir erleben in diesen Tagen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika mit dem neuen Präsidenten Barack Obama sehr anspruchsvolle Ziele – auch im Bereich der erneuerbaren Energien – anstreben. Amerika wird mit uns gemeinsam bei der Reduktion von CO2-Emissionen Ziele für die Zukunft festlegen.”
Merkel sieht deshalb nicht nur in Schwellenländern wie China, sondern auch in den USA Absatzchancen. “Wenn es um Zukunftstechnologien geht, wenn es darum geht, wo Deutschland am besten abschneidet, wo wir besser sind als andere, dann sollen auch erneuerbare Energien ihren Platz haben”, unter-streicht Merkel. Die Produktion von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie schaffe Arbeitsplätze. “Die Umwelttechnologie ist heute ein fester Bestandteil von zukunftsfesten Arbeitsplätzen, und genau um die geht es auch in der jetzigen Wirtschafts- und Finanzkrise.”
Das Video-Podcast ist unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar.
- Quelle: Bundesregierung
- 22.03.09 - Artikel empfehlen ...

