Sie unterstütze "voll", dass der Gipfel entscheide, ein neues strategisches Konzept zu erarbeiten, so Merkel. "Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind andere als die des 20. Jahrhunderts. Wir haben neue Bedrohungen zu bekämpfen." Als Beispiele nennt die Bundeskanzlerin den Terrorismus sowie die Folgen des Klimawandels und anderer Naturkatastrophen.
Deutschland befürworte deshalb ein Konzept der vernetzten Sicherheit. "Das heißt, die NATO muss daran arbeiten, mit anderen internationalen Organisationen ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen", erklärt Merkel.
Ein zentraler Punkt der Beratungen werde das Vorgehen in Afghanistan sein. Merkel: "Wir freuen uns, gemeinsam mit dem neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama diese Bündnisverpflichtung zu diskutieren. Wir wollen diesen Einsatz erfolgreich gestalten, das heißt, dass Afghanistan seine Sicherheit wieder aus eigener Kraft leisten kann."
Insbesondere bei der Ausbildung von Soldaten und Polizisten seien "qualitativ noch mehr Anstrengungen" notwendig. Deutschland sei bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten, "genauso wie wir unsere Pflicht im Rahmen des Bündnisses im Norden Afghanistans in umfassendem Sinne und auf der Grundlage des Konzepts der vernetzten Sicherheit leisten", betont Merkel.
In Baden-Baden und Straßburg werde also "viel zu besprechen" sein. Der Gipfel werde auch die Hand zu einer verbesserten Beziehung zu Russland ausstrecken, denn der NATO-Russland-Rat solle wieder förmlich eingesetzt werden.
Die Bundeskanzlerin würdigt die 60-jährige Geschichte der NATO als Erfolgsgeschichte. Dass Deutschland und Frankreich gemeinsam Gastgeber für den Jubiläumsgipfel seien, zeige, dass die NATO Brückenschläge geschafft habe, "dass Frieden und Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg möglich waren und dass ein gemeinsames Eintreten auf der Basis der Werte von Demokratie und Freiheit Vieles in der Welt erreichen kann."
Die Bundeskanzlerin hebt hervor: "Die NATO ist auch im 21. Jahrhundert das transatlantische Bündnis, in dem wir unsere Politik für Sicherheit und Frieden miteinander abstimmen."
Der Video-Podcast ist abrufbar unter www.bundeskanzlerin.de.
- Quelle: Bundesregierung
- 29.03.09 - Artikel empfehlen ...

