Merkel sieht eine “Vielzahl von Themen” für ihren ersten Arbeitsbesuch in Washington seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten: außenpolitische Fragen und Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise ebenso wie die anstehenden internationalen Konferenzen.
Weil der US-Präsident vor dem G8-Gipfel nach Moskau reise, “werden sicherlich auch Fragen der Abrüstung einen wichtigen Raum einnehmen”, erklärt Merkel. Deutschland setze sich dafür ein, dass die Abrüstungsgespräche “von Erfolg gekrönt sein sollten”, und werde, soweit es beitragen könne, hilfreich sein.
Nach den Atomtests in Nordkorea gehe es in Washington darum, “wie es im Umgang mit Nordkorea weitergehen kann und wie wir Voraussetzungen schaffen können, um die Gespräche auf der internationalen Ebene wieder aufzunehmen.” Auf der Agenda stünden ferner der Ausgang der iranischen Präsidentschaftswahl, das iranische Nuklearprogramm und – im Zusammenhang damit – die weitere Entwicklung im Mittleren und Nahen Osten.
Durch seine Rede in Kairo habe Barack Obama “Zeichen gesetzt”, jetzt komme es darauf an, die Friedensgespräche wieder in Gang zu bringen. Auch der israelische Premierminister habe deutlich gemacht, dass er sich zu einer Zwei-Staaten-Lösung bekenne. “Deshalb”, so die Bundeskanzlerin, “werden wir darüber reden, wie es im Nahost-Prozess weitergeht und welchen konstruktiven Beitrag Deutschland leisten kann.”
Barack Obama und sie führten die Gespräche im Geist der tiefen und langjährigen transatlantischen Partnerschaft und Freundschaft – “und in der Gewissheit, dass wir die allermeisten Probleme auf der Welt heute nicht mehr alleine lösen können, sondern nur in Partnerschaft”, sagt Merkel. “Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir stärker aus der Krise herauskommen als wir hingegangen sind, und dies kann nur gelingen, wenn wir es gemeinsam tun.”
Hinweis: Der Video-Podcast ist auf www.bundeskanzler.de www.bundeskanzler.de abrufbar.
- Quelle: Bundesregierung
- 21.06.09 - Artikel empfehlen ...

