Es liege im Interesse der Bundesrepublik Deutschland, dass sich möglichst viele Migrantinnen und Migranten zu einer Einbürgerung entschlössen, so Merkel. Am Dienstag (12.05.) wird die Bundeskanzlerin im Kanzleramt 16 Neubürgerinnen und Neubürgern ihre Einbürgerungsurkunden überreichen. Sie wolle damit ein Zeichen setzen, so Merkel.
Gerade in Zeiten der Globalisierung seien diejenigen Gesellschaften am erfolgreichsten, “die in dieser Frage offen sind und die die Chancen von Zuwanderung nutzen”, betont die Bundeskanzlerin. “Die Bundesrepublik Deutschland will dies tun – unter der Voraussetzung natürlich, dass die Migrantinnen und Migranten unsere Rechtsordnung akzeptieren und in diesem Land auch mit uns gemeinsam leben wollen.”
Merkel erinnert daran, dass Zuwanderung schon seit Jahrhunderten eine Bereicherung sei. Als Stichworte nennt sie die Hugenotten und das Ruhrgebiet. “Deshalb haben wir in der Bundesrepublik Deutschland durch unsere Integrationspolitik ein Klima geschaffen, in dem wir sagen: Integration, das bedeutet das Aufeinanderzugehen von denen, die zu uns gekommen sind, genauso wie von denen, die schon lange hier in Deutschland leben”, sagt die Bundeskanzlerin. Sie sehe viele ermutigende Beispiele, dass dies auch geschehe.
Merkel weist darauf hin, dass sich die Antragsteller durch den Einbürgerungstest mit der Kultur, mit der Geschichte und der rechtlichen Situation der Bundesrepublik Deutschland vertraut machen. Sie seien dadurch in die Lage versetzt, ihre Rechte und Pflichten als Neubürger auch wirklich wahrzunehmen. Dazu gehöre auch die Kenntnis der deutschen Sprache. “Sie ist das eigentliche Tor, um die Möglichkeiten der Bundesrepublik Deutschland – bei der beruflichen und privaten Entwicklung – auch wirklich voll ausschöpfen zu können.”
Dem Hamburger Weltwirtschaftsinstitut zufolge bringe die Chance einer Einbürgerung auch die Chance zu einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung der Migrantinnen und Migranten mit sich, so Merkel.
Der Video-Podcast ist unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar.
- Quelle: Bundesregierung
- 10.05.09 - Artikel empfehlen ...

