“Die kandidatenwatch.de-Projekte in den vier europäischen Ländern sind ein Beitrag zu einem ‘Europa der Bürger’,”, sagt Gregor Hackmack vom gemeinnützigen Verein Parlamentwatch e.V., der kandidatenwatch.de in Deutschland anbietet und von Hamburg aus das transeuropäische Projekt koordiniert. “Die Menschen werden sich vor allem dann für Europa begeistern, wenn sie sich selbst einbringen können.”
kandidatenwatch.de in Deutschland und die Portale in den anderen drei Ländern ermöglichen den Wählern, sich mit ihren Anliegen direkt an die jeweiligen Wahlkreiskandidaten zu wenden. Die Fragen erscheinen öffentlich auf der Profilseite, die für jeden Kandidaten angelegt wurden. Genauso öffentlich sind die Antworten der Politiker. kandidatenwatch.de, so die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Mechthild Rothe, in ihrem Grußwort, “hilft nicht nur den Wählerinnen und Wählern, sondern auch der europäischen Demokratie!”
Schon während der abgelaufenen Wahlperiode hatten die Menschen in Deutschland einen direkten Draht zu ihren Abgeordneten im EU-Parlament: 1.458 Fragen wurden den 99 deutschen Parlamentariern auf abgeordnetenwatch.de bislang gestellt, davon beantwortet haben die Abgeordneten 1115. Auch zahlreiche “Promis” stehen Rede und Antwort, darunter der ehemalige Präsident des EU-Parlaments, Klaus Hänsch (66 Fragen/66 Antworten), Grünen-Chef Cem Özdemir (92/62), CSU-Spitzenkandidat Markus Ferber (67/67), FDP-Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin (55/40) und die Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht (81/46).
Neu ist nun die Ausweitung des Online-Dialogs auf drei weitere europäische Länder. Realisiert wird dies mit den Projektpartnern TASC (Irland), Politik Transparent e.V. (Österreich) und Politikercheck ASBL (Luxemburg). Unter dem Dachportal parliamentwatch.org sollen die vier Projekte in Kürze zusammen laufen. “Mit dem Internet-Dialog zwischen Wählern und Kandidaten entsteht erstmals so etwas wie eine europäische Öffentlichkeit,” so Gregor Hackmack von kandidatenwatch.de. Nach der Europawahl sollen die Frage-Plattformen in allen vier Ländern für die neugewählten EU-Abgeordneten fortgesetzt werden, so dass diese an ihren Aussagen aus dem Wahlkampf gemessen werden können. Denn alle Äußerungen bleiben im Archiv für immer aufindbar.
- 28.04.09 - Artikel empfehlen ...

