Die ungerechte Behandlung von Kriegsdienstverweigerern muss sofort beendet
werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass dieses Jahr 90 000 Zivildienstleistende
einberufen werden, während nur 60 000 Wehrpflichtige Grundwehrdienst leisten
müssen.
Die für den Zivildienst zuständige Ministerin von der Leyen ist aufgerufen, die
Zivildienstleistenden nicht weiter im Regen stehen zu lassen. Es ist reine
Willkür, wenn 14 000 Wehrpflichtige nur deshalb als tauglich eingestuft werden,
weil sie den Kriegsdienst verweigern. Zivildienst als von der Wehrpflicht
abgeleiteter Dienst darf nicht zum “Ersatz für nichts” verkommen.
Es ist inakzeptabel, dass 30 000 junge Männer zum Zivildienst als Ersatz für den
Wehrdienst verpflichtet werden, für den sie nicht tauglich wären. Eine
Kriegsdienstverweigerung darf nicht automatisch zum Pflichtdienst führen.
- Quelle/Text: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
- 3.09.08 - Artikel empfehlen ...

