Damit ist das Wählerpotential der „Freien Wähler“ größer als das der FDP oder der Grünen (jeweils etwas mehr als 30 Prozent können sich vorstellen, durchaus auch einmal die FDP oder die Grünen zu wählen). Während sich das Wählerpotential der FDP und der Grünen auf bestimmte soziale Gruppen konzentriert (das der FDP auf die höheren sozialen Schichten, die sich politisch eher rechts einstufen; das der Grünen auf die höheren sozialen Schichten, die sich politisch eher links von der Mitte verorten und ein „postmaterialistisches“ Wertesystem verinnerlicht haben), ist das Potential der „Freien Wähler“ in nahezu allen Bevölkerungsgruppen ähnlich hoch. D.h. Alte und Junge, Arbeiter und Selbständige, Arme und Reiche, etc. kommen als potentielle Wähler dieser Gruppen in Frage.
| Potential der „Freien Wähler“ | |
| Es können sich vorstellen, eine Gruppierung wie die „Freien Wähler“ bei der nächsten Landtagswahl zu wählen | |
% |
|
| insgesamt | 45 |
| Ost | 49 |
| Nord | 39 |
| Nordrhein-Westfalen | 42 |
| Mitte | 40 |
| Süd | 50 |
| Männer | 46 |
| Frauen | 44 |
| 18- bis 29-Jährige | 41 |
| 30- bis 44-Jährige | 47 |
| 45- bis 59-Jährige | 51 |
| 60 Jahre und älter | 38 |
| Arbeiter | 54 |
| Angestellte | 47 |
| Beamte | 54 |
| Selbständige | 45 |
| Rentner | 38 |
| Schüler/Studenten | 52 |
| Hauptschule | 45 |
| mittlerer Abschluss | 46 |
| Abitur/Studium | 43 |
| Haushaltsnettoeinkommen | |
| - weniger als € 1.000 | 43 |
| - € 1.000 bis € 2.000 | 44 |
| - € 2.000 bis € 3.000 | 48 |
| -mehr als € 3.000 | 49 |
| Kinder im Haushalt | 50 |
| Katholiken | 51 |
| Protestanten | 41 |
| Konfessionslose | 44 |
| Gewerkschaftsmitglieder | 47 |
| Wähler der: | |
| CDU | 44 |
| SPD | 46 |
| FDP | 50 |
| Grünen | 35 |
| Linken | 49 |
| Nichtwähler | 50 |
Als Motive dafür, dass man sich eine Wahl der „Freien Wähler vorstellen kann, werden vor allem genannt: Die Freien Wähler könnten „frischen Wind“ in die Politik bringen, weil sie nicht so „verbraucht“ wie die etablierten Parteien seien; sie würden nicht zuerst an sich selbst, sondern an die Interessen der Menschen denken; sie seien deshalb bürgernäher und „nah bei den Menschen“ und – anders als die anderen Parteien – auf lokaler Ebene verwurzelter.
Datenbasis:
1.003 Befragte
Erhebungszeitraum: 1. und 2. Oktober 2008
statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte
- Quelle: forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH) im Auftrag des STERN
- 13.10.08 - Artikel empfehlen ...
