Um dem Organmangel zu begegnen und möglichst viele Menschen für das Thema Organspende zu sensibilisieren, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Selbsthilfeverbänden, Ministerien und Krankenkassen auf der zentralen Veranstaltung zum Tag der Organspende am 5. Juni 2010 in Hannover. Unter
dem Motto “Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!” soll die Veranstaltung möglichst viele
Menschen zum Nachdenken anregen und sie darüber hinaus motivieren, ihre Entscheidung zur Organspende zu treffen.
“Es ist richtig und wichtig, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Für jeden von uns kann nach einem Unfall oder einer Krankheit eine solche Spende
lebenswichtig werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass man selber ein Organ benötigt und dann kein Spenderorgan zur Verfügung steht, ist vor dem Hintergrund der leider immer noch wenig ausgeprägten Spenderbereitschaft sehr groß”, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Der Organspendeausweis ist das einfachste und sicherste Mittel, um die persönliche
Entscheidung zur Organspende zu dokumentieren. Wie eine Repräsentativbefragung der BZgA zeigt, sind rund zwei Drittel der Deutschen bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Doch nur jeder sechste Bundesbürger hat einen Organspendeausweis ausgefüllt. Darüber hinaus wissen zwar 96 Prozent der Deutschen, dass es den Ausweis gibt, doch lediglich die Hälfte kennen dessen Inhalte.
Auf der Veranstaltung in Hannover klärt die BZgA daher über das Dokument und den Ablauf einer Organspende auf. Anhand eines überdimensionalen Organspendeausweises sollen die Besucher mit den verschiedenen Optionen des Dokuments vertraut gemacht werden. So kann man nicht nur einer Organ- und Gewebespende zustimmen, sondern diese auch ablehnen beziehungsweise auf bestimmte Organe und Gewebe beschränken. Die Daten des Ausweises werden nirgendwo gespeichert und der gefasste Entschluss kann jederzeit widerrufen werden. Darüber hinaus entlastet ein Organspendeausweis die Familie. Denn wenn dieser im Fall des Todes nicht vorliegt, müssen die Familienmitglieder über eine mögliche Organspende entscheiden. In einer ohnehin schweren Situation bedeutet dies eine zusätzliche Belastung.
“Jeden Tag sterben drei Patienten auf der Warteliste, weil sie nicht rechtzeitig ein
passendes Organ erhalten haben”, betont Prof. Dr. Pott. “Wenn ein jeder von uns eine Entscheidung für die Organspende trifft, könnte vielen Patienten geholfen werden.”
Das Infotelefon Organspende, ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation, steht für alle Fragen rund um die Organspende zur Verfügung. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800-90 40 400 geben geschulte Mitarbeiterinnen montags bis freitags von 9 – 18 Uhr und samstags von 9 – 13 Uhr Auskunft.
Auf dem BZgA-Internetportal zur Organspende www.organspende-info.de stehen der Organspendeausweis sowie Informationsmaterialien zum Download zur Verfügung.
Kostenlose Bestellungen sind unter folgender Adresse möglich: Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-mail:order@bzga.de
Die häufigsten Fragen zum Thema Organspende und ihre Antworten können unter
organspende/haeufig-gestellte-fragen abgerufen werden.
- 2.06.10 - Artikel empfehlen ...

