“Und umso wichtiger wird es sein, dass wir jedem jungen Menschen eine Chance geben, sein Leben selbstständig zu gestalten. Und dies gelingt im 21. Jahrhundert nur mit einer guten Bildung. Bund und Länder wissen sich darüber einig”, so Merkel.
Bund und Länder hätten sich gemeinsam vorgenommen, Deutschland zu einer Bildungsrepublik zu entwickeln. “Wir wissen, dass wir auf einem guten Niveau aufbauen können, aber wir wissen auch, dass noch eine lange Strecke zurückzulegen ist, bevor wir unser Ziel erreichen können”, sagt die Bundeskanzlerin.
Sie erinnert daran, dass sich Bund und Länder beim Bildungsgipfel 2008 Dresden darauf verständigt haben, die Zahl der Schulabbrecher zu halbieren und die Berufsberatung in den Schulen zu verbessern; es gebe “viel zu viele Bewerbungen in ganz wenigen Berufssparten”. Es gehe auch darum, Abiturienten dazu zu bewegen, interessante und vielfältige Studiengänge zu belegen. “Wir haben heute eine vernünftige Quote von Studienanfängern, aber leider absolvieren und beenden die Hochschule immer noch zu wenige. Hier muss Deutschland noch besser werden”, sagt Merkel.
Das Thema Bildung liege ihr sehr am Herzen, erklärt die Bundeskanzlerin. Deshalb habe sie auch sehr gerne die Einladung zur Verleihung des Deutschen Schulpreises am nächsten Mittwoch angenommen. Sie werde nicht nur die Preisträger beglückwünschen, sondern “allen Lehrerinnen und Lehrern einmal herzlich Dank zu sagen für ihre Arbeit, die sie täglich in unseren Schulen verrichten”. Merkel würdigt das Engagement von Stiftungen, Initiativen und Ehrenamtlichen für die Bildung. Ohne dieses Engagement könne der Staat seine Arbeit nicht so gut erledigen.
Merkel dankt auch den Eltern. “Denn”, so sagt sie, “eines bleibt auch wahr: Der Staat kann gute Bildungsangebote machen, wir können besser werden, aber die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder, der Wille, ihren Kindern eine gute Zukunft zu bauen, der ist die Grundlage dafür, dass der Staat die Aufgaben der Bildung dann auch gut erfüllen kann.”
- 6.06.10 - Artikel empfehlen ...

