Zusammen mit ihrem französischen Amtskollegen habe Bundesministerin Ilse Aigner durch engagierten Einsatz die Unterstützung von insgesamt 15 Mitgliedstaaten gewonnen, um deutliche Marktsignale für die Milchbauern zu setzen. Bei dieser breiten Unterstützung fordert das DBV-Präsidium den EU-Agrarrat und die EU-Kommission auf, endlich marktbelebende Maßnahmen im Sinne der Milcherzeuger umzusetzen.
Das DBV-Präsidium bekräftigte seine im „Milchpaket“ (s. Kasten) geschlossenen konkreten Vorschläge, um kurzfristig den Milchbauern zu helfen. Hierzu gehörten insbesondere Maßnahmen zur Absatzförderung und deutliche Preisimpulse durch die Anhebung der Interventionspreise. Das DBV-Präsidium bestärkt Bundesministerin Aigner, in diesem Sinne die notwendigen Entscheidungen auf europäischer Ebene herbeizuführen. Nationale Maßnahmen führten kurzfristig nicht zum Erfolg.
Aufgrund der vorliegenden Mehrheitsverhältnisse in der EU muss das DBV-Präsidium zur Kenntnis nehmen, dass eine Änderung der Milchquotenregelung politisch nicht durchsetzbar sei. Nur noch sechs Mitgliedstaaten waren überhaupt bereit, darüber zu diskutieren. Es müsse deshalb alles daran gesetzt werden, die deutsche Milcherzeugung auf diese Situation vorzubereiten und den Direktausgleich nach 2013 „wetterfest“ zu machen.
- Quelle: Bayerischer BauernVerband
- 10.09.09 - Artikel empfehlen ...

