Als Hallertauer Hopfenspargel werden die Wurzeltriebe der Hopfenpflanze bezeichnet, die der Wurzelstock im Frühjahr unter der Erde austreibt. Etwa 120 Wurzelsprossen, kleine feste weiße Triebe, hat der Wurzelstock einer Hopfenpflanze. Nicht alle werden benötigt, um die bis zu acht Meter hohen Hopfenpflanzen wachsen zu lassen. Um den Hopfenspargel zu ernten werden die Erde über dem Wurzelwerk vorsichtig abgetragen und anschließend die einzelnen Hopfenspargeltriebe jeweils mit der Hand vom Rhizom gebrochen. Auf Bestellung wird er frisch vom Feld an die regionale Gastronomie geliefert.
Einst war der Hopfenspargel in jeder guten Gastwirtschaft der Region zu finden. Das hat sich geändert: Das fast in Vergessenheit geratene Gemüse und die insbesondere für die heutige Zeit aufwändige und zeitintensive Handarbeit haben den Hopfenspargel zu einer wahren Rarität werden lassen. Aufgrund der kalten Witterung ist der Hopfenspargel in diesem Jahr bis etwa Ende April erhältlich. Der Hopfenspargel wird als knackiger Salat, aromatisches Gemüse und schmackhafte Suppe zubereitet sowie in knusprigem Bierteig gebacken oder sogar zu Hopfensprossenlikör verarbeitet. Hopfenspargelgerichte sind in der Hallertau in vielen Feinschmeckerlokalen und Landgasthöfen von Mitte März bis Anfang April zu genießen.
Informationen sowie eine Übersicht aller Hopfenspargel-Restaurants und Erzeuger finden Feinschmecker und Hobbyköche unter www.hallertauer-hopfenspargel.de und in der Broschüre „Hallertauer Hopfenspargel“. Diese ist unter anderem erhältlich beim Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V., Telefon 09441/207-330, Mail info@tourismus-landkreis-kelheim.de.
- 17.04.10 - Artikel empfehlen ...


