Dass Innenentwicklung nicht nur ideal klingt, sondern auch machbar ist, zeigt das Beispiel der Werntal-Gemeinden: In der “Interkommunalen Allianz Oberes Werntal” haben sich neun Gemeinden in den unterfränkischen Landkreisen Schweinfurt und Bad Kissingen zusammengeschlossen, um erstmals in Bayern ein gemeinsames Flächenmanagement praktisch zu erproben. Ziel war, dass auch kleinere Gemeinden von den Ergebnissen des Modellprojektes profitieren können. Daher wurden spezielle Arbeitshilfen erstellt, mit der die Innenentwicklung mit eigenen Mitteln voranzubringen ist: Eine Datenbank vereinfacht die Erfassung der Baulandpotenziale, mit vorgefertigten Musterschreiben können die Besitzer unbebauter Grundstücke angeschrieben werden und sogar eine behördlich abgestimmte Bedarfsberechnung wird angeboten. In den Werntal-Gemeinden zeigte zudem eine Briefbefragung der Grundstückseigentümer, dass genügend Flächen rasch mobilisierbar sind. Die Arbeiten wurden vom LfU angestoßen und fachlich begleitet. Die Maßnahme aus dem “Bündnis zum Flächensparen” wurde vom Bayerischen Umweltministerium, dem Landesamt für Umwelt (LfU) und der Obersten Baubehörde gemeinsam betreut und vom Umweltministerium finanziell gefördert.
- Täglich werden im Regierungsbezirk Oberpfalz 1,7 Hektar verbraucht soviel wie drei Fußballfelder. Umgerechnet bedeutet das: Pro Einwohner werden jährlich 23,5 Quadratmeter im Jahr verbraucht damit liegt die Oberpfalz im Vergleich zu den anderen Regierungsbezirken im oberen Mittelfeld.
- Die Bevölkerung der Oberpfalz wird in den nächsten Jahren abnehmen: Die ak-tuelle Bevölkerungsprognose für die Oberpfalz nennt einen Rückgang von rund drei Prozent bis 2028. Das entspricht einem Bevölkerungsrückgang von über 30.000 Einwohnern.
- 27.01.10 - Artikel empfehlen ...

