„Den Bayerischen Bauernverband treibt die große Sorge um, dass durch Patente auf einzelne Tiere und Pflanzen der Grundsatz, wonach Pflanzensorten und Tierrassen nicht patentierbar sind, ausgehöhlt wird“, sagte der Stellv. Generalsekretär des BBV, Georg Wimmer.
Auch befürchtet der Berufsstand angesichts aktueller Patentverfahren, dass schon durch die Verwendung einzelner technischer Elemente die Patentierung eines herkömmlichen Kreuzungs- oder Selektionsverfahrens möglich wird. „Die Erteilung von Patenten auf Tiere und Pflanzen wirkt sich nur nachteilig auf die Landwirtschaft aus, Innovationen in der Tier- und Pflanzenzucht würden ausgebremst“, betonte Wimmer. Die Landwirtschaft stehe vor enormen Herausforderungen, die steigende Weltbevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen und sich dem Klimawandel anzupassen. Die Verfügbarkeit eines breiten Genpools und eine uneingeschränkte Züchtungsarbeit seien dabei unerlässlich. Der Bayerische Bauernverband nimmt hierfür die Politik in die Pflicht und fordert erneut die Änderung der EU-Biopatentrichtlinie.
– Quelle: Bayerischer BauernVerband
- 23.10.08 - Artikel empfehlen ...

