REGENSBURG – Domkapitular Monsignore Johann Neumüller,
Stellvertretender Direktor des Katholischen Schulwerks in Bayern, hat kritisiert, dass das neue Bayerische Schulfinanzierungsgesetz die staatlichen Leistungen für kirchliche Schulen im Freistaat in der jüngsten Vergangenheit deutlich verringert hat.
Der Direktor der Schulstiftung des Bistums Regensburg, zu der mittlerweile neun Schulen gehören, würdigte dagegen die breite Unterstützung für die Anliegen der kirchlichen Schulen, die Mitglieder des Bayerischen Landtags aus der Region vor kurzem zugesagt hatten. Insbesondere Prof. Dr. Gerhard Waschler MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport im Bayerischen Landtag, bekannte sich bei dem Treffen im Domspatzengymnasium in Regensburg zu den kirchlichen Schulen. Allein die Einrichtungen der diözesanen Schulstiftung
werden von rund 5000 Jugendlichen besucht. Das Engagement des Bistums auf diesem Sektor erstreckt sich auf weitere rund 60 Schulen mit unterschiedlichen kirchlichen Trägerschaften.
Von dem neuen Gesetz sind die Anliegen aller bayerischer Diözesen betroffen. Gegen die Kürzungen unternimmt das Bistum Regensburg unter der Führung von Monsignore Neumüller am Mittwoch einen Vorstoß bei Kultusstaatssekretär Karl Freller in München. Teilnehmen werden an der Begegnung unter anderem die Landräte Josef Eppeneder (Landshut) und Dr.
Hubert Faltermeier (Kelheim) sowie Vertreter kirchlicher Schulen wie Äbtissin Petra Articus (Kloster Seligenthal) und Fr. Alois Engel (Furth bei Landshut).
Monsignore Neumüller forderte vorab eine bessere Finanzierung von Seiten des Staates, da die Landkreise jeweils nur freiwillige Leistungen erbringen. Sonst könne die pädagogische Qualität der kirchlichen Schulen nicht dauerhaft gewährleistet werden. Die Unterstützung durch die Landkreise falle sehr unterschiedlich aus. Die finanzielle Situation der kirchlichen Schulen hat sich durch die Pauschalierung, die das neue
Schulfinanzierungsgesetz vorschreibt, weiter verschlechtert.
Derzeit liegt die Bezuschussung der Schulen der diözesanen Schulstiftung durch den Staat im Durchschnitt bei 75 Prozent, im Falle des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen nur noch bei rund 70 Prozent, teilte Domkapitular Johann Neumüller mit. Prof. Waschler besucht derzeit Schulen in kirchlicher Trägerschaft in Regensburg, Rohr und Straubing.
Dass es laut seiner Aussage darum gehe, „die Situation wirklich zu verbessern“ statt nur ein Mal mehr umzuverteilen, begrüßte Domkapitular Neumüller ausdrücklich: „Diese Aussagen möchte ich dick unterstreichen. Es freut uns sehr, dass sich unsere Abgeordneten aus der Region deutlich für unsere Anliegen aussprechen.“
– Quelle: Bistum Regensburg
- 26.06.07 - Artikel empfehlen ...

