Kleiner, schneller und billiger – die Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen, dass es bald möglich sein könnte, winzige Sensoren, die selbst als eigenständige Computer funktionieren, in großer Zahl herzustellen. Schon im vergangenen Jahr präsentierte Hewlett-Packard ihr Projekt “Central Nervous System for the Earth”. Im Zuge der zehnjährigen Initiative sollen bis zu eine Billion Sensoren in der Größe von Reißzwecken rund um die Erde angebracht werden. Die kleinen Meßgeräte seien dabei mit Bewegungssensoren ausgestattet, die tausendmal sensibler seien, als Geräte der Unterhaltungselektronik wie Smartphones oder Spielkonsolen.
Ziel der Entwicklung sei die Verbindung von Computern zur realen Welt, so Peter Hartwell von HP. Zwar steige die Rechenleistung unaufhaltsam an, dennoch seien die stärksten Computer “blind, taub und stumm” gegenüber ihrer Umwelt. “Diese Kluft zu schließen, ist das Ziel der Sensor-Revolution”, so Hartwell. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen unbegrenzt. So sollen künftig Gebäude möglich sein, die ihren eigenen Energieverbrauch regeln, Brücken, die Bewegungen oder Materialschwächen spüren und selbstständig Reparaturen anfordern, oder Autos die das Verkehrsaufkommen analysieren und Schlaglöcher melden.
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