Man wundert sich doch immer wieder, auf welche erfinderische Ideen Betrüger kommen. Manche Ideen sind so brillant, dass nicht nur der Kunde getäuscht wird sondern auch der Gesetzgeber machtlos ist. Nebenbei ist es manchmal noch sehr erheiternd.
So geschehen einmal in Mexiko. Dort hatte ein erfinderischer Gauner einen Imbisstand aufgemacht und Wiener Schnitzel a´la card verkauft. Da im Französischen das Wort card sowohl Speisekarte wie Karton heißen kann, kam der besagte Imbissbudenbesitzer auf die Idee, man könnte sich doch der zweiten Übersetzung bedienen und Pappkarton als Schnitzel zu verkaufen. Und anstatt Kalbfleisch wie üblicherweise zu verwenden, oder zumindest Schwein oder Pute nahm dieser Mann einfach Pappkarton, tränkte diesen in Fleischsaft panierte alles schön und verkaufte dies als Wiener Schnitzel.
Diesem Betrug kam man natürlich schnell auf die Spur und zeigte den Imbissbudenbesitzer an. Vor Gericht bekam der Mann allerdings Recht, weil er ja nur das verkauft hatte, was er auch angepriesen hatte. Nämlich: „Wiener Schnitzel a´la card“. Wiener Schnitzel aus der Karte.
Sie sehen also wie wichtig es ist Fremdsprachen zu beherrschen.
Also Bon Appetit (zu Deutsch: Lust Gutschein).
[Holger Haberkorn für tagespunkt.de]
- Foto: Paul-Georg Meister – pixelio.de
- 15.11.07 - Artikel empfehlen ...

